Neue Almbahn am Katschberg feierlich eröffnet
Zukunftsprojekt verbindet Salzburg und Kärnten – komfortabel, windrobust und ganzjährig nutzbar.

Am 30. November 2025 wurde am Katschberg die neue Almbahn feierlich eröffnet. Nach nur rund sieben Monaten Bauzeit ging die hochmoderne 8er-Kabinenbahn planmäßig in Betrieb und ersetzt die bisherige, fast vier Jahrzehnte alte 3er-Sesselbahn auf das Aineck. Mit dem Projekt setzt das Skigebiet Katschberg einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunftssicherung, Komfortsteigerung und moderner Infrastruktur.
Feierliche Eröffnung mit starker regionaler Bedeutung
Zur Eröffnungsfeier kamen rund 120 geladene Gäste, darunter die Bürgermeister Franz Aschbacher (Rennweg) und Manfred Sampl (St. Michael im Lungau), Grundbesitzer, Vertreter der beteiligten Firmen, das Team der Katschbergbahnen, Gastronomen, Hoteliers sowie die Familie Bogensperger, die den Katschberg bereits in dritter Generation betreibt.

Geschäftsführer Josef Bogensperger betonte in seiner Ansprache, dass trotz großer Herausforderungen wie Covid-Pandemie, Teuerung, Lieferengpässen und eingeschränkten Verfügbarkeiten bewusst investiert wurde: Stillstand sei keine Option, wenn man langfristig wettbewerbsfähig bleiben und den Gästen höchste Qualität bieten wolle. Insgesamt wurde ein zweistelliger Millionenbetrag (rund 15–20 Mio. Euro) in das Projekt investiert.
Von der windanfälligen Sesselbahn zur robusten Komfortlösung
Die Vorgängeranlage, ursprünglich 1980 errichtet und 1987 modernisiert, war aufgrund ihrer exponierten Trassenführung auf über 2.200 Metern Seehöhe zunehmend ein Schwachpunkt im Skigebiet. Besonders bei Föhn- und Starkwindlagen kam es regelmäßig zu Betriebseinstellungen – ein spürbarer Nachteil für Gäste und Betreiber.
Die Entscheidung für eine geschlossene Kabinenbahn fiel daher bewusst: „Wer diese Bahn kennt, weiß, dass es dort immer zugig und kalt ist. Das wird künftig nicht mehr so sein“, so Bogensperger bereits zum Baustart.
Technische Innovation für maximale Betriebssicherheit
Die neue Almbahn ist gezielt auf die extremen Wetterbedingungen am Aineck ausgelegt. Laut Hersteller Doppelmayr zählt sie zu den besonders windrobusten Anlagen ihrer Art und kann auch bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h zuverlässig betrieben werden. Dafür sorgen:
- hohe Seilspannung und optimierte Stützenanordnung
- integrierte Zusatzgewichte in den Kabinenböden (bis zu 200 kg)
- geschlossene, aerodynamisch ausgelegte Kabinen
In 44 Gondeln werden künftig bis zu 2.000 Personen pro Stunde sicher, leise und komfortabel auf das Aineck befördert. Ein besonderes Highlight sind die sieben fröhlich gebrandeten Katschi-Kabinen, deren leuchtend blaues Herz die Kinderaugen zum Strahlen bringt.

Planung und Bau
Die Planungen für die neue Almbahn begannen bereits 2019. Ein ursprünglich für 2021 geplanter Baustart musste pandemie- und kostenbedingt verschoben werden. Der tatsächliche Baustart erfolgte im Mai 2025, wenige Tage später begann der Abtrag des bestehenden 3er-Sessellifts.


Die neue Kabinenbahn nutzt zwar die bestehende Lifttrasse, sämtliche Stützen wurden jedoch neu errichtet. Beim Bau gilt: Bestehende Betonfundamente und Bauteile wurden – wo technisch möglich – weiterverwendet.
In der Talstation blieb ein Teil des Bestandsgebäudes mit Personalräumen und Garage erhalten und wurde architektonisch in den Neubau integriert.
Mit jeder Stütze wächst ein Stück Zukunft – modern, solide und mit Leidenschaft gebaut.
Sonnenstrom und Technik
Ein zentrales Element des Projekts ist die Energieversorgung. Auf der Südseite der Talstation wurde eine großflächige Photovoltaikanlage errichtet, die einen wesentlichen Teil des benötigten Stroms aus Sonnenenergie erzeugt. Dazu kommen ein Direktantrieb und eine intelligente Betriebssteuerung, die die Bahn je nach Auslastung regelt.
Ganzjahresbahn mit Mehrwert für Sommer und Winter
Neben dem Winterbetrieb spielt die Ganzjahresnutzung eine zentrale Rolle. Die neue Kabinenbahn ermöglicht einen komfortablen Sommerbetrieb – ideal für Wanderer, Familien, Kinderwägen und den Almspielplatz am Aineck. Damit stärkt die Almbahn den Katschberg dauerhaft als Ganzjahresdestination.
Verbindung von Regionen und Sicherung von Arbeitsplätzen
Mit der neuen Almbahn werden Salzburg und Kärnten, zwei Bezirke und mehrere Orte noch enger miteinander verbunden. Bürgermeister Manfred Sampl unterstrich bei der Eröffnung die Bedeutung der Anlage für die regionale Zusammenarbeit und die wirtschaftliche Entwicklung, von der insbesondere auch der Talort St. Michael im Lungau profitiert.
Key Facts – Neue Almbahn Katschberg
- Bahntyp
- 8EUB – Einseilumlaufbahn (Kabinenbahn)
- Hersteller
- Doppelmayr
- Bauzeit
- Mai – November 2025
- Eröffnung
- 30. November 2025
- Förderleistung
- 2.000 Personen/Stunde
- Fahrgeschwindigkeit
- 6,0 m/s
- Fahrzeit
- ca. 5,3 Minuten
- Talstation
- 1.648 m
- Bergstation
- 2.215 m
- Höhenunterschied
- 567 m
- Länge
- 1.660 m
- Antrieb
- Bergstation, Direktantrieb
- Abspannung
- Talstation, hydraulisch
- Anzahl Kabinen
- 44
- Anzahl Stützen
- 16
- Windstabilität
- bis 80 km/h


