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Seilbahn aktuell

Wie misst der Katschberg die Schneehöhe per GPS?

Mit SNOWsat messen die Pistengeräte am Katschberg die Schneehöhe per GPS. So wird Schnee gezielt dort erzeugt und verschoben, wo er gebraucht wird – Betriebsleiter Michael Ramsbacher erklärt das System.

Text: LOCAL-RedaktionAus LOCAL N°7 · Winter 2024Aktualisiert: 1. Oktober 2026

Zwei PistenBully mit SNOWsat-System auf der Piste am Katschberg
Kurz beantwortetAm Katschberg sind die Pistengeräte mit dem System SNOWsat ausgestattet. Es misst während der Präparierung, wie viel Schnee unter dem Fahrzeug liegt. So wissen die Fahrer*innen, wo Schnee fehlt und wo Reserven liegen – es wird nur dort Schnee erzeugt und verschoben, wo er wirklich gebraucht wird. Das spart Wasser, Energie, Kraftstoff und AdBlue.

Wie funktioniert die GPS-Schneehöhenmessung?

In drei Schritten:

  • Das Pistengerät kennt per Satellit seine genaue Position.
  • Im System ist ein digitales Geländemodell des Bodens ohne Schnee gespeichert.
  • Aus dem Unterschied errechnet SNOWsat laufend die Schneehöhe und zeigt sie farbig auf dem Bildschirm in der Kabine.

So sehen die Fahrer*innen schon während der Präparierung, wo Schnee fehlt und wo Reserven liegen – auch für die Planung von Schneedepots.

Auf einen Blick

System
SNOWsat (Kässbohrer/PistenBully)
Prinzip
Satellitenposition + digitales Geländemodell = Schneehöhe
Nutzen
gezielte Beschneiung, weniger Schieben und Fahrten
Ansprechpartner
Betriebsleiter Michael Ramsbacher

Was bringt das?

Weniger unnötig erzeugter und verschobener Schnee. Das bedeutet laut Betriebsleitung weniger Wasser und Energie bei der Beschneiung und weniger Diesel und AdBlue bei den Pistengeräten.

Besonders am Saisonanfang und -ende, „wenn jeder Kubikzentimeter Schnee zählt“, lassen sich die Pisten damit gezielt und kontrolliert aufbauen.

Pistengerät bei Nacht, grüne Messstrahlen tasten die Piste ab
Das SNOWsat-System misst bei der Präparierung laufend die Schneehöhe.
Michael Ramsbacher, Betriebsleiter der Katschbergbahnen
Betriebsleiter Michael Ramsbacher.

Was merken Skifahrer*innen davon?

Gleichmäßig präparierte Pisten und weniger dünne Stellen – die werden früh erkannt und ausgebessert. Mehr Pistentechnik vom Katschberg: PistenBully 800.

Was sagt der Betriebsleiter?

Als Betriebsleiter bei den Katschbergbahnen bin ich wirklich begeistert vom SNOWsat-System, das eine echte Revolution für unsere Pistenpräparierung darstellt. Wir können Ressourcen gezielter einsetzen und dabei sogar Umweltauswirkungen minimieren.Michael Ramsbacher

Ein Nebeneffekt: Weil das System klar anzeigt, wo geschoben werden muss, fällt Neuen der Einstieg in den Beruf leichter. Wie man das lernt, steht im Artikel zur Lehre Seilbahntechnik.

Häufige Fragen

Merken Skifahrer*innen etwas von der GPS-Messung?

Ja – indirekt: Die Pisten werden gleichmäßiger präpariert, schneearme Stellen werden früher erkannt und ausgebessert, bevor sie zum Problem werden.

Wird dadurch weniger Kunstschnee erzeugt?

Das System zeigt, wo genug Schnee liegt und wo nicht. Dadurch wird gezielter beschneit und weniger Schnee unnötig produziert oder verschoben.

Seit wann nutzt der Katschberg SNOWsat?

Die LOCAL berichtete in der Ausgabe N°7 (Winter 2024) über den Einsatz in den Pistengeräten der Katschbergbahnen.

Mehr dazu

Online-Fassung aus LOCAL N°7 (Winter 2024), für die Website aktualisiert am 1. Oktober 2026. Zitate aus dem Originalbeitrag.

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